Das Bild zeigt eine rechte Hand, die weiße Kreide hält, und eine dunkle Tafel, auf die die Struktur eines Netzwerks mit der Kreide gezeichnet wird.

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Netzwerk der Gewaltschutzambulanz

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über das wachsende Netzwerk der Gewaltschutzambulanz mit

  • Einrichtungen der Charité
  • Berliner Beratungseinrichtungen
  • Bundesweites Netzwerk

Charité-Netzwerk gegen Gewalt

Die Gewaltschutzambulanz entstand durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz.

Sie ist intern und extern im Netzwerk eingebunden, sodass Kontaktaufnahme und Weitervermittlung an verschiedene Partnereinrichtungen beziehungsweise Anlaufstellen angeboten werden können.

Zentrale Gewaltschutzbeauftragte

Frau Dagmar Reinemann ist die zentrale Gewaltschutzbeauftragte der Charité. Sie

  • vernetzt die internen Gewaltschutzinitiativen,
  • implementiert neue Projekte und
  • vertritt die Charité im regionalen Netzwerk gegen sexuelle und häusliche Gewalt.

Zu ihrer zentralen Aufgabe gehörte die Einrichtung der ersten Gewaltschutzambulanz in Berlin an der Charité zusammen mit dem Institut für Rechtsmedizin.

Nun koordiniert Frau Reinemann die geplante Erweiterung der Gewaltschutzambulanz zu einem interdisziplinären Gewaltschutzzentrum an der Charité.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten initiieren und begleiten die unterschiedlichsten Projekte. Für den Bereich sexuelle Diskriminierung und Belästigung wird ein Handlungsleitfaden und eine Broschüre für die Beschäftigten und Studierenden der Charité-Universitätsmedizin Berlin erstellt.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Häusliche und sexualisierte Gewalt (HuSG)

HuSG (Häusliche und sexualisierte Gewalt) ist ein Interventionsprogramm an der Charité in puncto häusliche und sexualisierte Gewalt.

Die Ziele der Intervention sind:

  • fach- und qualitätsgerechte Versorgung der Betroffenen,
  • Unterstützung,
  • Enttabuisierung,
  • Beratung und Information über Hilfsangebote,
  • bei Bedarf Organisation einer Schutzaufnahme in der Charité (auch bei akuter Bedrohung),
  • Dokumentation und Archivierung der Verletzungen der Betroffenen (auch bei Nichtanzeige wird dokumentiert und archiviert).

Regelmäßig geschult wird medizinisches Fachpersonal in den Rettungsstellen zum Erkennen und aktiven Ansprechen von Anzeichen häuslicher Gewalt (Koordination über den Qualitätszirkel "Häusliche und sexualisierte Gewalt" der Charité).

Diese Schulungen sind fachspezifisch orientiert für MitarbeiterInnen der Charité zur Vermittlung

  • von Kommunikationstechniken und Problematiken bei der Entwicklung patientenorientierter Gespräche mit Gewaltopfern sowie
  • von Grundkenntnissen im Erkennen und dokumentieren von Anzeichen häuslicher Gewalt.

2011 wurden anfangs circa 700 ÄrztInnen aus verschiedenen Fachrichtungen geschult. Seit 2012 wurden diese speziellen Fortbildungen auf Pflegekräfte erweitert: Die Pflegedirektion beabsichtigt, alle Pflegekräfte der Charité im Thema zu sensibilisieren.

Die Gesundheitsakademie der Charité bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité zusätzlich zum Thema zwei Basisschulungen und eine Aufbauschulung jährlich an.

Häusliche und sexualisierte Gewalt Charité

Qualitätszirkel "Häusliche und sexualisierte Gewalt" (nur im Intranet der Charité erreichbar)

Kein Täter werden / Präventionsprojekt Dunkelfeld

Das "Präventionsprojekt Dunkelfeld" startete am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité 2005 und umfasst mittlerweile mehrere deutsche Standorte. Es ist ein Projekt zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs.

Es bietet ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen (in der Regel Männer), die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen, ohne aktuell unter Strafverfolgung wegen sexuellem Kindesmissbrauch oder des Konsums von Missbrauchsabbildungen (Kinderpornografie) zu stehen.

Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterstützung, um sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet (sogenannte Kinderpornografie) zu verhindern.

Der Berliner Standort des "Präventionsprojekts Dunkelfeld" ist Initiator und Koordinator des deutschlandweiten Präventionsnetzwerks "Kein Täter werden". Dieses Netzwerk garantiert gemeinsame Qualitätsstandards: Ziel ist es, ein bundesweites, flächendeckendes therapeutisches Angebot zur Etablierung der primären Prävention sexueller Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen.

Mehr Informationen über das Projekt des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin

Rechtsmedizin

Das Institut für Rechtsmedizin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin gliedert sich in drei funktionell getrennte Abteilungen:

  • Forensische Pathologie,
  • Forensische Genetik und
  • Forensische Toxikologie.

Professor Dr. med. Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin und ist zugleich ärztlicher Leiter der Gewaltschutzambulanz der Charité.

Die Ansprechpartnerin in der Gewaltschutzambulanz ist die Oberärztin und stellvertretende ärztliche Leiterin Dr. med. Saskia Etzold.

Rettungsstellen der Charité

In den Rettungsstellen der Charité wird nach polizeilich angezeigter sexualisierter Gewalt eine rechtssichere Dokumentation und Spurensicherung durchgeführt. Unter der Woche tagsüber geschieht dies bei Erwachsenen in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen der Gewaltschutzambulanz.

Zielgruppen sind

  • Frauen,
  • Männer und
  • Kinder.

In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Berlin wird seit 2010 eine rechtssichere Dokumentation von Verletzungen und Sicherung von DNA-Spuren, die im Rahmen eines Sexualdeliktes aufgetreten sind, durchgeführt.

Im Auftrag der Polizei verwenden die

  • FrauenärztInnen,
  • ChirurgInnen sowie
  • KinderchirurgInnen

nach einer entsprechenden Schulung durch die Gewaltschutzambulanz ein spezielles Untersuchungskit. Es enthält eine detaillierte Handlungsanweisung zur Sicherung von Spuren und einen ärztlichen Befundbogen zur Dokumentation von Verletzungen.

Traumaambulanz Erwachsene

Die Traumaambulanz bietet im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes psychotherapeutische Unterstützung für Personen, die Opfer einer Gewalttat wie Überfall, Vergewaltigung, Schlägerei und Ähnliches geworden sind.

Auch Personen, die unter psychischer Belastung als Zeugin oder Zeuge einer Gewalttat leiden, können sich melden.

Ziele des Angebotes der Ambulanz sind unter anderem

  • die Behandlung bestehender Belastungssymptome,
  • die Wiederherstellung der Selbstkontrolle,
  • die Indikationsstellung ggf. langfristiger Therapien und Beratungen sowie
  • die Prävention von Traumafolgestörungen.

Das Angebot beinhaltet psychotherapeutische Einzelgespräche, Diagnostik der vorliegenden psychischen Symptome und weitergehende Empfehlungen, eingehende Beratung zu möglichen Traumafolgesymptomen und -störungen.

Kooperationspartner der Charité ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité, die eine Gewalttat im Rahmen ihrer Berufsausübung erleben, können sich für psychotherapeutische Unterstützung an die Traumaambulanz wenden.

Kontakt Traumaambulanz Erwachsene:

+49 30 2311 1880

Traumaambulanz Kinder und Jugendliche

Die Traumaambulanz bietet im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes psychotherapeutische Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind.

Auch Personen, die im Rahmen eines Überfalls bedroht wurden oder Zeugen einer Gewalttat wurden, können in der Ambulanz Hilfe erhalten.

Ziel des Angebots der Ambulanz ist es, Traumafolgestörungen vorzubeugen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen dabei, bestehende Belastungssymptome zu mildern und die Ressourcen betroffener Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien zu stärken. Bei Bedarf wird eine Indikation bezüglich langfristiger Therapien und Beratungen gestellt.

Kontakt Traumaambulanz Kinder und Jugendliche

+49 30 450 566 229

Flyer der Traumaambulanz für Kinder und Jugendliche der Charité (PDF-Datei)

Kinderschutzambulanz Charité Virchow-Klinikum (KSA CVK)

In der Kinderschutzambulanz können Kinder bei Verdacht auf Misshandlung, Vernachlässigung oder sexualisierte Gewalt vorgestellt werden.

Im Falle eines notwendigen Konsils durch weitere Fachrichtungen wie Kinderchirurgie, Pädiatrie und Radiologie kann eine zusätzliche medizinische Diagnostik im Hause durchgeführt werden, konsiliarisch können auch Ärztinnen aus der Gewaltschutzambulanz hinzugezogen werden.

Nach Abschluss der Diagnostik wird ein Befundbericht zugestellt. Zudem wird eine Diagnostik psychischer Symptome durchgeführt und ebenfalls ein Befundbericht hinsichtlich des Behandlungsbedarfs erstellt.

Das interdisziplinäre Team setzt sich aus einer Ärztin,einer Kinderkrankenschwester, einer Sozialpädagogin (ieF Kinderschutzfachkraft) und einer Psychologin für die nicht-suggestive Erstbefragung bei sexuellem Missbrauch zusammen.

Aufgaben

  • Somatische Diagnostik
  • Diagnostik psychischer Symptome und ggf. Empfehlungen
  • Elterngespräche
  • Verfassen von Befundberichten
  • Enge Kooperation mit der Jugendhilfe

 Kontakt Kinderschutzambulanz Virchow-Klinikum

030 450 566 888

Flyer der Kinderschutzambulanz Charité Virchow-Klinikum (PDF-Datei)

Berliner Netzwerk

Der Anlaufstellen beziehungsweise Einrichtungen des Berliner Netzwerks der Gewaltschutzambulanz der Charité sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Bundesweites Netzwerk

Opfer-Telefon Weisser Ring

Bundesweites Hilfstelefon für Opfer von Kriminalität

+ 49 116 006

Mehr Informationen und Hilfsangebote gibt es auf dieser Webseite des Weissen Rings.

Hilfetelefon für Frauen

GIF-Animation mit Kind, das seine Mutter umarmt: Rufnummer des bundesweiten Hilfetelefons wird eingeblendet.

Bundesweites Telefon für Frauen, die von Gewalt betroffen sind

+49 116 016

Mehr Informationen gibt es auf dieser Webseite des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Frauengesundheitsportal Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Im Frauengesundheitsportal werden

  • aktuelle Meldungen und Veranstaltungstipps zum Thema Gewalt sowie
  • Hinweise zu ausge­wählten Materialien angeboten.