Das Bild zeigt eine rechte Hand, die weiße Kreide hält, und eine dunkle Tafel, auf die die Struktur eines Netzwerks mit der Kreide gezeichnet wird.

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Netzwerk der Gewaltschutzambulanz

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über das wachsende Netzwerk der Gewaltschutzambulanz mit

  • Einrichtungen der Charité
  • Berliner Beratungseinrichtungen
  • Bundesweites Netzwerk

Charité-Netzwerk gegen Gewalt

Die Gewaltschutzambulanz entstand durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz.

Sie ist intern und extern im Netzwerk eingebunden, sodass Kontaktaufnahme und Weitervermittlung an verschiedene Partnereinrichtungen beziehungsweise Anlaufstellen angeboten werden können.

Zentrale Gewaltschutzbeauftragte

Frau Dagmar Reinemann war die zentrale Gewaltschutzbeauftragte der Charité von 2012-2020. Sie

  • vernetzte die internen Gewaltschutzinitiativen
  • implementierte neue Projekte und
  • vertrat die Charité im regionalen Netzwerk gegen sexuelle und häusliche Gewalt.

Zu ihrer zentralen Aufgabe gehörte die Einrichtung und die Erweiterung der ersten Gewaltschutzambulanz in Berlin an der Charité zusammen mit dem Institut für Rechtsmedizin.

Frau Reinemann geht am 31.12.2020 in den Ruhestand, alle Anfragen richten Sie zukünftig an die gewaltschutz-ambulamz(at)charite.de.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten initiieren und begleiten die unterschiedlichsten Projekte wie Charité für geflüchtete Frauen, Watch Protect Prevent, Realizing Impact. 

Für das Thema Prävention und Umgang mit sexueller Belästigung wurde eine Richtlinie und eine Broschüre für die Beschäftigten und Studierenden der Charité-Universitätsmedizin Berlin erstellt.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Häusliche und sexualisierte Gewalt (HuSG)

HuSG (Häusliche und sexualisierte Gewalt) ist ein Programm zur Intervention und Prävention von häuslicher und sexualisierter Gewalt an der Charité.

Die Ziele der Intervention sind:

  • fach- und qualitätsgerechte Versorgung der Betroffenen,
  • Unterstützung,
  • Enttabuisierung,
  • Beratung und Information über Hilfsangebote,
  • bei Bedarf Organisation einer Schutzaufnahme in der Charité (auch bei akuter Bedrohung),
  • Dokumentation und Archivierung der Verletzungen der Betroffenen (auch bei Nichtanzeige wird dokumentiert und archiviert).

In regelmäßigen Kurzschulungen wird medizinisches Fachpersonal in den Zentralen Notaufnahmen, Stationen und Ambulanzen sensibilisiert im Erkennen und aktiven Ansprechen von Anzeichen häuslicher Gewalt. Die Koordination erfolgt über die Fachkoordinatorinnen des Qualitätsindikators "Häusliche und Sexualisierte Gewalt" der Charité).

Diese Schulungen sind fachspezifisch orientiert für MitarbeiterInnen der Charité zur Vermittlung

  • von Kommunikationstechniken und Problematiken bei der Entwicklung patientenorientierter Gespräche mit Gewaltopfern sowie
  • von Grundkenntnissen im Erkennen und dokumentieren von Anzeichen häuslicher Gewalt.

2011 wurden anfangs circa 700 ÄrztInnen aus verschiedenen Fachrichtungen geschult. Seit 2012 wurden diese speziellen Fortbildungen auf Pflegekräfte erweitert und seit 2018 ist das Ziel der Pflegedirektion alle Pflegekräfte der Charité im Thema zu sensibilisieren.

Die Gesundheitsakademie der Charité bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité zusätzlich zum Thema zwei Basisschulungen und eine Aufbauschulung jährlich an.

Häusliche und sexualisierte Gewalt Charité

Qualitätszirkel "Häusliche und sexualisierte Gewalt" (nur im Intranet der Charité erreichbar)

Kein Täter werden / Präventionsnetzwerk

Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet deutschlandweit ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die therapeutische Hilfe suchen, weil sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und darunter leiden.

Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterstützung, um mit ihrer pädophilen oder hebephilen Neigung leben zu lernen, diese zu akzeptieren und in ihr Selbstbild zu integrieren. Wir wollen Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und unter den damit verbundenen Belastungen leiden, dabei unterstützen, ein zufriedenes Leben zu führen.

Ziel ist es, sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet (sogenannte Kinderpornografie) zu verhindern.

Weitere Informationen finden Sie hier

Institut für Rechtsmedizin der Charité

Das Institut für Rechtsmedizin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin gliedert sich in vier funktionell getrennte Abteilungen:

  • Forensische Pathologie
  • Forensische Genetik
  • Forensische Toxikologie
  • Gewaltschutzambulanz

Professor Dr. med. Michael Tsokos leitet das Institut für Rechtsmedizin und ist zugleich ärztlicher Leiter der Gewaltschutzambulanz.

Frau Dr. med. Saskia Etzold ist Oberärztin und Abteilungsleitung der Gewaltschutzambulanz. 

Zentrale Notaufnahmen der Charité

In den Zentralen Notaufnahmen der Charité an allen drei Standorten wird nach polizeilich angezeigter sexualisierter Gewalt eine rechtssichere Dokumentation und Spurensicherung durchgeführt. Unter der Woche tagsüber geschieht dies bei Erwachsenen in Zusammenarbeit mit den Ärzt*innen der Gewaltschutzambulanz, betroffene Kinder und Jugendliche werden in der Kindernotaufnahme am Campus Virckow Klinikum versorgt.

In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Berlin wird seit 2010 eine standardisierte Dokumentation von Verletzungen und Sicherung von DNA-Spuren, die im Rahmen eines Sexualdeliktes aufgetreten sind, durchgeführt.

Im Auftrag der Polizei verwenden die

  • Frauenärzt*innen
  • Chirurg*innen
  • Pädiater*innen

nach einer entsprechenden Schulung durch die Gewaltschutzambulanz ein spezielles Untersuchungskit. Es enthält eine detaillierte Handlungsanweisung zur Sicherung von Spuren und einen ärztlichen Befundbogen zur Dokumentation von Verletzungen.

Traumaambulanzen für Erwachsene

Die Traumaambulanzen bieten im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) psychotherapeutische Unterstützung für erwachsene Personen, die Opfer einer Gewalttat wie Überfall, Vergewaltigung oder Schlägerei  geworden sind und in Folge dessen psychische Probleme erleben.

Auch Personen, die unter psychischer Belastung als Zeugin oder Zeuge einer Gewalttat leiden, können Unterstützung erhalten..

Ziele des Angebotes der Ambulanzen sind unter anderem

  • eingehende Beratung zu bestehenden Traumafolgen
  • Behandlung bestehender Belastungssymptome
  • Wiederherstellung der Selbstkontrolle
  • Prävention von Traumafolgestörungen.

Das behandelnde Team besteht aus Ärzten und Psychologen mit Spezialisierung im Bereich Traumatherapie.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales informiert über die individuellen Leistungen

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité, die eine Gewalttat im Rahmen ihrer Berufsausübung erleben, können sich für psychotherapeutische Unterstützung an die Traumaambulanzen wenden.

Kontakt Traumaambulanz Berlin

 St. Hedwig-Krankenhaus

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik

 

Traumaambulanz Kinder und Jugendliche

Die Traumaambulanz bietet im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes psychotherapeutische Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind.

Auch Personen, die im Rahmen eines Überfalls bedroht wurden oder Zeugen einer Gewalttat wurden, können in der Ambulanz Hilfe erhalten.

Ziel des Angebots der Ambulanz ist es, Traumafolgestörungen vorzubeugen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen dabei, bestehende Belastungssymptome zu mildern und die Ressourcen betroffener Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien zu stärken.

Kontakt Traumaambulanz Kinder und Jugendliche

+49 30 450 566 100

Kinderschutzambulanz Charité Virchow-Klinikum (KSA CVK)

In der Kinderschutzambulanz können Kinder bei Verdacht auf Misshandlung, Vernachlässigung oder sexualisierte Gewalt vorgestellt werden.

Im Falle eines notwendigen Konsils durch weitere Fachrichtungen wie Kinderchirurgie, Pädiatrie und Radiologie kann eine zusätzliche medizinische Diagnostik im Hause durchgeführt werden, konsiliarisch können auch Ärzt*innen aus der Gewaltschutzambulanz hinzugezogen werden.

Nach Abschluss der Diagnostik wird ein Befundbericht zugestellt. Zudem wird eine Diagnostik psychischer Symptome durchgeführt und ebenfalls ein Befundbericht hinsichtlich des Behandlungsbedarfs erstellt.

Das interdisziplinäre Team setzt sich aus einer Ärztin,einer Kinderkrankenschwester, einer Sozialpädagogin (ieF Kinderschutzfachkraft) und einer Psychologin für die nicht-suggestive Erstbefragung bei sexuellem Missbrauch zusammen.

Aufgaben

  • Somatische Diagnostik
  • Diagnostik psychischer Symptome und ggf. Empfehlungen
  • Elterngespräche
  • Verfassen von Befundberichten
  • Enge Kooperation mit der Jugendhilfe

 Kontakt Kinderschutzambulanz Virchow-Klinikum

030 450 566 888

 

Berliner Netzwerk

Der Anlaufstellen beziehungsweise Einrichtungen des Berliner Netzwerks der Gewaltschutzambulanz der Charité sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Bundesweites Netzwerk

Opfer-Telefon Weisser Ring

Bundesweites Hilfstelefon für Opfer von Kriminalität

+ 49 116 006

Mehr Informationen und Hilfsangebote gibt es auf dieser Webseite des Weissen Rings.

Hilfetelefon für Frauen

GIF-Animation mit Kind, das seine Mutter umarmt: Rufnummer des bundesweiten Hilfetelefons wird eingeblendet.

Bundesweites Telefon für Frauen, die von Gewalt betroffen sind

+49 116 016

Mehr Informationen gibt es auf dieser Webseite des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Frauengesundheitsportal Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Im Frauengesundheitsportal werden

  • aktuelle Meldungen und Veranstaltungstipps zum Thema Gewalt sowie
  • Hinweise zu ausge­wählten Materialien angeboten.